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[gebacken] Gebt dem Gemüse einen Namen! – ein Rezept für leckere Snack-Berge, Küchlein, Backlinge

Mögen eure Kinder Gemüse? Mein kleiner Münsteraner hat immer viel und gerne gegessen, doch allmählich fängt er an bestimmte Vorlieben zu entwickeln und die gehen selbstverständlich nicht immer in die Richtung, die ich mir für ihn wünsche. Tomaten, Spinat und Gurken gehen immer, aber bei Zucchini, Möhren und Brokkoli muss ich dann schon Überzeugungsarbeit leisten.

Allerdings liebt er Kuchen, Kekse und Muffins sehr. Das hat er wohl von mir. Und so trickse ich uns beide aus, wenn das Gemüse nicht mehr als solches zu erkennen ist und auch noch anders heißt! Ihr könnt sie nennen wie ihr wollt! „Snack-Berge“, „herzhafte Küchlein“ oder „Backlinge“ hatten wir schon. Wenn er einmal nicht besonders begeistert war von der Mischung, nennen wir es beim nächsten Mal einfach anders und schwupps ist er bereit dem Ganzen eine neue Chance zu geben. (Ja, ja, fiese Mamitrickserei.)

Das Rezept ist eigentlich ganz einfach und bedarf keiner genauen Mengenangaben. Wirklich wahr! Ihr könnt einfach drauf los mischen, denn es gelingt immer! Ihr müsst euch nur an die Grundstruktur halten und die sieht so aus:

  • 3 Teile Gemüse (Es sollte festes Gemüse sein, das man raspeln oder hacken kann. Tomaten eignen sich nicht!)
  • 1 Teil Mehl/Couscous/Bulgur/Quinoa/Haferflocken
  • Eier
  • Käse (Parmesan, Gouda oder am liebster Chester)
  • Salz, Gewürze und Kräuter nach Geschmack

In den hier gezeigten Backlingen stecken zwei ganze Zucchini, drei mittelgroße Möhren, eine Süßkartoffel, vier Eier, ca. 50 g Buchweizenmehl (war der Rest in einer Packung, zu wenig für andere Rezepte und zu viel und zu schade zum wegschmeissen!) und dann nochmal ca 50 g Maismehl.

Das Gemüse wird geraspelt, da bin ich wirklich dankbar für meine Küchenmaschine mit der man ruckzuck auch große Mengen bewältigt. Anschließend kommen Eier, Mehle, Käse und Salz dazu. Zum Schluss würze ich gerne die Mischung mit Thymian, Oregano, Paprikapulver. Und dann wird geknetet. Wenn euch das Ganze zu wenig teigig ist, gebt ihr einfach noch mehr Mehl hinzu. Wenn es zu trocken ist, eher noch ein Ei. Es kommt immer darauf an, wie viel Wasser das Gemüse enthält und wie groß die Eier sind oder welches Mehl ihr benutzt. Im Grunde kann man da nichts falsch machen.

Diese Gemüse-Mischung gebe ich dann mit dem Eisportionierer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Aus den oben angegebenen Mengen habe ich zwei Bleche mit je 20 Backlingen bekommen. Bei 180° Umluft für 25 Minuten in den Ofen und fertig. (Für die experimentierfreudigen unter euch: Muffinblech klingt nach einer guten Idee…ist es nicht! Glaubt mir, das gibt eine einzige klebrige Sauerei!)

Wir mögen sie warm ganz gern, aber noch viel lieber mögen wir die Backlinge kalt! Mein Liebster isst sie sogar am liebsten am nächsten Tag, da sich dann die Geschmäcker so richtig schön verbunden haben! Ich friere immer jeweils 6-9 in einer Gefriertüte ein und wenn wir mal ein spontanes Picknick machen wollen, oder der Mann etwas zur Arbeit mitnehmen möchte, haben wir immer etwas da. Nur noch auftauen, Kräuterquark dazu und lecker!

Dies ist ein kreatives Essen, bei dem einem alle Möglichkeiten offen stehen und genau das liebe ich am Kochen! Man kann gemeinsam mit den Kindern kreativ werden! Der kleine Münsteraner wünscht sich zum Beispiel für die nächste Runde rote Linsen im Teig. Die sehen so lecker aus, meint er. Mal sehen, wie sie ihm dann schmecken und ob ich mir danach wieder einen neuen Namen ausdenken muss…

Dies ist mein Beitrag zu Mama Mias Kleine Genießer zum Thema „Sommergemüse“.

Eure Münstermama

2 Kommentare

  1. Super! Ich denke mit deinem Rezept werde ich meinen Ehemann endlich dazu bringen Gemuese zu essen! Ich halte dich ueber den erfolg auf dem Laufenden!

    Gruesse aus Thousand Oaks, CA

    Shaina

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