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Unsere Karwoche und ein Münsterländer Karfreitagsrezept – Struwen zu Ostern

Diese Woche war so produktiv, dass es vermutlich noch drei einzelne Beiträge dazu geben wird. Wir haben diese Woche ausgiebig genutzt, da der Liebste schon Urlaub hatte, der kleine Münsteraner allerdings noch in die Kita konnte. Die hat erst ab Ostern Urlaub und so hatten wir ganze vier Tage in denen wir im Haus räumen und werkeln konnten, ohne paralllell für die Kinderbespaßung sorgen zu müssen.

Die Woche begann mit der Lieferung und dem Aufbau der Schaukel. Natürlich vom Liebsten selbst! Diese Doppelschaukel hatte sich der kleine Münsteraner schon länger gewünscht und jetzt zum Geburtstag war es endlich soweit.

Schaukel_Münstermama

Die Korbschaukel, ein Geschenk von den Großeltern, ist aktuell der größte Hit! Schade ist nur, dass es in den letzten Tagen so stürmisch war in Münster. Da konnte die Schaukel nur von der Terassentür aus angeschmachtet werden.

Viel Zeit zum Schmachten hatte der kleine Münsteraner diese Woche aber auch nicht. Er hat seinen dritten Geburtstag mit seinen Freunden gefeiert! Für den Vormittag in der Kita hat er sich eine Baustellentorte gewünscht, von der ich bereits einen kleinen Teil auf Instagram gezeigt habe. Nachmittags war dann bei uns Kindergeburtstag. Dafür wollte er unbedingt seinen Lieblingskuchen…Schoko-Cheesecake mit ganz vielen Beeren! Zu beiden Torten schreibe ich bei Gelegenheit gerne die Rezepte für euch auf, aber da muss ich erstmal in Ruhe die Fotos sichten.

Geburtstagsbuffet_Münstermama

Ich selbst hatte noch einen langen und sehr schönen Hebammentermin im Geburtshaus. In den letzten Wochen hatte ich mir einige Sorgen gemacht um meinen kleinen Bauchbewohner, da der Frauenarzt nicht besonders feinfühlig und eher missverständliche Kommentare bei der letzten Untersuchung abgegeben hatte. Dazu werde ich in den nächsten Tagen auch nochmal was schreiben, denn ich bin sicherlich nicht die Einzige, die so Situationen in der Schwangerschaft erlebt. Glücklicherweise habe ich eine sehr erfahrene und verlässliche Hebamme, die in mir das Glücksgefühl der letzten Schwangerschaftswochen wieder hervorholen konnte und auch meinem Liebsten alle Fragen ausführlich und geduldig beantwortet.

Innerhalb eines Vormittages haben wir dann noch unser Wohnzimmer ausgeräumt und zwei Wände gestrichen. Eigentlich hat nur der Mann gestrichen, denn ich sollte ja möglichst nicht mehr so Farbdämpfe einatmen. Die Farbe und sämtliche Utensilien hatte ich vorher schon besorgt. Ich sag euch, ich war selbst total erstaunt, wieviel man in wenigen Stunden ohne Kind so alles schaffen kann! Ob wir jemals ohne Kinder gelernt hätten so produktiv zu sein? Arbeitsgeber sollten echt mehr in Eltern investieren!

Am Nachmittag hat dann der kleine Münsteraner wieder mitgeholfen, die neuen Kommoden und sein neues Bett aufzubauen. Seine Möbel haben wir jetzt ins Babyzimmer geräumt. Er hat überall mitgeholfen und ist ganz begeistert bei der Sache, wenn es darum geht zu überlegen, wie wir uns am besten auf sein Brüderchen vorbereiten. Ich bin so erleichtert, dass die Zimmer jetzt schon stehen und ich in den nächsten Wochen ganz in Ruhe Babyklamotten einräumen kann. Jetzt bin ich auch in Feiertagsstimmung. Ostern kann kommen!

Ranunkeln_Münstermama

Wir essen jedes Jahr an Karfreitag Struwen, wie viele Familien in Münster und dem Münsterland. Kennt ihr Struwen? Es ist im Grunde frittierter Hefeteig mit Rosinen. Super lecker sag ich euch! Das gibt es hier aber wirklich nur ein einziges Mal im Jahr und immer nur am Karfreitag! Ursprünglich hat man das dann mit Milchsuppe oder Bier/Weinsuppe gegessen. Wir genießen die Struwen nur mit Zimtzucker oder Puderzucker. Mancherorts werden sie aber auch mit Apfelmus oder Kartoffelsalat serviert. Sie sind nicht so süß, aber machen ordentlich satt!

Wenn ihr mögt, könnt ihr gerne unser bewährtes Rezept ausprobieren, die Zutaten haben vermutlich viele eh immer da…

Struwen

  • 300 ml lauwarme Milch
  • 500g Mehl
  • 2 kleine Eier
  • Rosinen
  • 30g weiche Butter
  • 1 Pkg Trockenhefe
  • Öl zum ausbacken

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten. Anschließend die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort mindestens eine Stunde lang gehen lassen. Wenn der Teig schön aufgegangen ist, gibt man ihn mit Hilfe von zwei Esslöffeln in heißes Fett und lässt die Struwen von beiden Seiten schön goldbraun ausbacken.

Struwen_karfreitag

Wir wünschen euch allen wunderschöne Ostertage mit euren Liebsten!

Eure Münstermama

Kategorie: Ge...macht, Rezept

von

Leila schreibt als Münstermama seit 2014 über Familie, Food und Reisen. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.

3 Kommentare

  1. Das erinnert mich an die Geschichte, dass ich gerne mal wieder Hefepfannenkuchen Essen wollte und dann bei dem Schwiegereltern in Spe (die diese dann mitgegessen haben) gesagt bekommen, dass man Struwen nur zu Ostern essen würde… Seitdem gab es auf jedenfall keine Hefepfannenkuchen mehr bei uns.

    • Muenstermama sagt

      Ach wie schade! Das gehört für uns einfach zum Karfreitag, aber das sollte schon jedem selbst überlassen werden 😉

  2. Liebe L., wie gut, dass Du eine einfühlsame Hebamme gefunden hast, die Dich auffangen kann! Und DANKE! für das Struwen-Rezept. Unser Ritual ist es, Karfreitag im Kiepenkerl Struwen zu essen, und ich habe immer gewitzelt, man müsste 20 Portionen bestellen und einfrieren – jetzt habe ich dank Dir eine bessere Lösung! 🙂 Alles Liebe Anne

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