Mamas Stories
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Zeitmanagement für berufstätige Mütter

Seit April arbeite ich wieder 30 Stunden. Hier habe ich schon mal drüber geschrieben. Meine Kollegin, mit der ich mir bis Ende März die Stelle geteilt habe, ist jetzt ganz weg und somit muss ich alle Aufgaben, für die früher 40 Stunden schon knapp waren, in 30 Stunden erledigen. Klappt natürlich nicht. Macht mir Stress und nach der Arbeit ist ja noch lang nicht Feierabend! Aber wem erzähle ich das, jede Mama kämpft sich durch die immer knappe Zeit.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte mich nicht beschweren. Ich mag meinen Job und fühl mich pudelwohl dort. Aber ich bin auch sehr dankbar für meine Kollegen, die mir jetzt von allen Seiten unter die Arme greifen und geduldig sind, wenn sie ein wenig länger auf eine Antwort von mir warten müssen. Allein schon für diese wunderbaren Kollegen möchte ich meine Zeit optimal nutzen lernen und dieser Vorsatz hört im Büro nicht auf.

Wenn ich nach Hause komme, habe ich auf dem Weg meist schon den kleinen Münsteraner abgeholt und muss somit direkt wieder geistig präsent sein. Neben Haushalt, Freunden, Terminen und dem Blog möchte ich gerne auch noch hier und da Zeit (und vor allem Kraft) für meinen Liebsten haben. Eine Wunschvorstellung?!

Bisher hat das bei mir leider nicht so super funktioniert. Ständig war ich übermüdet und hatte gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich doch nicht alles geschafft habe. Wenn ich mit anderen Müttern darüber sprach, dann bekam ich den Rat auch mal etwas liegen zu lassen und an mich zu denken. Einfacher gesagt, als getan! Und mit dreckigem Haus und ungewaschener Wäsche geht es mir ja auch nicht wirklich besser.

Jetzt habe ich mir Hilfe geholt. Nein, keine Haushaltshilfe! Ein Kurs zum Thema Zeitmangement hat mir die Augen geöffnet. Auch wenn er eher beruflich thematisiert wurde, denke ich das ein Zeitmanagementkurs auch jeder berufstätigen Mama helfen kann. So langsam macht sich die Umsetzung auch deutlich für mein Umfeld bemerkbar. Meine Sichtweise ändert sich und tatsächlich schaffe ich auch mehr dadurch. Ich bin ausgeglichener und auch leistungsfähiger. Vor allem schlafe ich mehr und besser, was sich wiederrum natürlich an meiner Laune bemerkbar macht.

Aber ich bin noch lange nicht fertig mit meinem Projekt „Zeitmanagement“. Ich möchte meine einzelnen Schritte und die Entwicklung hier mit euch teilen. Es hilft schon viel, sich kurz zwischendurch ein paar Gedanken zu machen. Vielleicht kann die eine oder andere unter euch auch für sich etwas von meinen Erfahrungen mitnehmen.

Den Start macht heute das Thema „Was ist mein Ziel?“

Mein Ziel den Kurs zu besuchen oder überhaupt meinen Tagesablauf in Frage zu stellen, war eindeutig mehr Zeit „für mich“ zu finden. Aber das ist so unspezifisch und nicht greifbar. Die Fragen, die ich mir darum gestellt habe waren:

Geht es mir aktuell gut? Wann geht es mir nicht gut?

Was wünsche ich mir anders?

Wann hätte ich gerne mehr Zeit?

Wofür möchte ich diese Zeit nutzen?

Aus den Antworten habe ich ein Ziel für mich formuliert, dass sowohl realistisch und messbar ist, als auch positiv formuliert.

Mein Ziel lautete: Zufrieden den Tag abschließen und gut schlafen.

Mögt ihr mir euer mögliches Ziel verraten?

Wenn ich jetzt im Bett liege abends weiß ich genau ob und wie zufrieden ich mit mir bin und kann es in ein kleines Notizbuch schreiben. Dazu schreibe ich nur das Datum und ein bis drei Herzchen in eine Zeile. Morgens weiß ich auch ob und wie gut ich geschlafen habe und kann auch das bewerten und mit ein bis drei Sternchen notieren. Am Ende der Woche weiß ich so ganz schnell und übersichtlich, ob ich mein Ziel in dieser kurzen Zeit erreicht habe. So ganz einfach ist es nie und jeden Tag drei Herzchen und drei Sternchen kriege ich auch noch nicht hin, aber vielleicht erhöht sich die Anzahl der perfekten Tage und Nächte auch langsam. Schließlich ändert man seine Sichtweise und sein Verhalten ja nicht über Nacht!

Habt ihr euch schon mal mit Zeitmanagement intensiver beschäftigt? Oder habt ihr das Gefühl, bereits jetzt das Beste aus eurer Zeit herauszuholen?

Zeitmanagement

3 Kommentare

  1. Hallo,

    das ist ein toller Ansatz den Tag und die Nacht zu bewerten. Meine Tage würden derzeit recht wenige Herzen bekommen. Dafür schlafe ich immer wie ein Stein. Zeitmanagement ist so ein wichtiges Thema und man beschäftigt sich viel zu wenig damit. Arbeit, Haushalt, Hobby, Freunde & Blog in vollem Umfang zufrieden zu stellen ist schwer. Bin gespannt auf deine Tipps.
    Liebe Grüße Sabrina

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