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Zeitmanagement für Mütter – Die Zeitdiebe

Bereits vor einigen Wochen habe ich von meinem Zeitmanagement-Kurs erzählt und versprochen, euch auf dem Laufenden zu halten. Wie gut bewusstes Zeitmanagement auch fern vom Job funktionieren kann, merke ich gerade jeden Tag. Ich bin entspannter und schlafe besser und ein nicht unerheblicher Grund dafür ist meine bessere Übersicht. Natürlich lasse ich mir meinen Tag nicht von irgendeinem Stundenplan diktieren und verschiebe oder improvisiere nach wie vor. Anders geht es mit Kindern ja auch kaum. Aber, mit Hilfe der kleinen Veränderungen im Zeitmanagement klappt auch das viel reibungsärmer als vorher!

Heute möchte ich euch aber noch nicht von den praktischen Methoden erzählen, die mir helfen, sondern erst einmal die Veränderung in meinen Gewohnheiten – den wichtigsten Punkt überhaupt – ansprechen.

Mir hat es am allermeisten geholfen meinen Zeitdieb zu benennen und bewusst in die Schranken zu weisen! Jeder hat seinen ganz persönlichen Zeitdieb, aber ich glaube, meinen teilen viele von euch. Ein Zeitdieb ist etwas, dass einen immer wieder ablenkt. Es ist eine Tätigkeit, die immer wieder den Gedankenfluss stört oder Aufmerksamkeit fordert, ohne mein aktuelles Hauptanliegen zu sein. Mein Zeitdieb ist ganz eindeutig, mein Smartphone.

Kommt euch das bekannt vor?! E-Mails, Messenger Dienste, Facebook und Co sind alle unfassbar nützlich und praktisch und natürlich unverzichtbar. Aber muss ich wirklich ständig auf mein Smartphone gucken? Muss ich jede Nachricht sofort und ausführlich beantworten? Muss ich immer auf dem Laufenden sein, was das Wetter und die aktuelle Nachrichtenlage sagt? Nein. Aber es ist verlockend es dennoch zu tun. Weil es so einfach ist und weil man ja nur mal eben schnell…und schon sind wieder 5 Minuten um.

Wenn man sich mal eine ganz ehrliche Liste macht – und ich habe das zwei Tage lang während meiner Bürozeit durchgezogen – und genau aufschreibt wie lange man jeweils auf das Smartphone starrt, dann kommen da gewaltige Zeitkontingente zusammen! Wie viel mehr Zeit hätte ich für mich, zum entspannen, einfach nur für eine gesunde Portion Langeweile oder auch für wichtigere Sachen, wenn ich seltener und dafür konzentrierter die Dinge auf dem Smartphone umsetze?! Es geht ja gar nicht darum, etwas nicht mehr zu tun! Viel wichtiger ist es, mir über das was ich mache bewusst zu werden.

Ich gebe zu, wenn ich mit dem kleinen Münsteraner auf dem Spielplatz bin, ist es nicht immer die spannendste Zeit meines Tages. Dann reizt es direkt auf das Handy zu schauen und irgendwas schnell zu erledigen…die Mail vom Chef beantworten, den nächsten Blogpost korrigieren, mal eben die Verabredungen fürs Wochenende über den Messenger klären und mit dem Liebsten das Abendessen besprechen. Aber genau dies, gibt mir auch das Gefühl von Stress. Es ist eine gute Gelegenheit für Fehler, Missverständnisse und ein quengeliges Kind. Denn ich mache nichts von all dem mit meiner vollen Aufmerksamkeit!

Wenn ich aber bewusste Zeiten einplane, für all diese Kommunikationen, kann ich stattdessen auf dem Spielplatz nur in die Luft gucken und atmen. Oder ich spiele bewusster mit meinem Kind und gebe meinem Kopf eine wohlverdiente Pause.

Die Unterbrechungen des bewussten Gedankenflusses sind ungemein wohltuend. Und da ich eine festgelegte Zeit habe, in der ich mich nicht mit dem kleinen Münsteraner oder anderen Dingen beschäftige, sondern nur mit der Kommunikation über mein Handy, habe ich ein viel besseres Gewissen.

Mein persönlicher Zeitdieb, das Smartphone, hat jetzt öfter mal Pause und bleibt auf der Kommode liegen, während ich im Garten liege, auf dem Spielplatz tobe oder mich im Bad verstecke.

All diese Erkenntnisse sind nicht neu, aber für mich neu durchdacht. Aktiv zu Papier gebracht, wirken sie anders in meinem Kopf. So kann ich mich bewusster bemühen es umzusetzen. Erfreulicherweise funktioniert das ganz gut und ich habe echte Zeit gewonnen!

Ist das Smartphone auch euer großer Zeitdieb oder habt ihr einen anderen Räuber in eurem Alltag?

Eure Münstermama

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Kategorie: Mamas Stories

von

Leila schreibt als Münstermama seit 2014 über Familie, Food und Reisen. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.

2 Kommentare

  1. Hallo Münstermama,
    wie Recht du doch hast!
    Seitdem ich wieder arbeite, habe ich zwischendurch auch immer mal wieder das Gefühl, gar keine Freizeit zu haben. Und dann habe ich mich immer wieder ertappt, wie ich doch schnell mal eben auf das Smartphone schaue – hier eine Mail, da ein Kommentar – eben genau das, was du beschrieben hast.
    Seitdem versuche ich abends auf dem Sofa maximal 45 Minuten mit einem elektronischen Gerät zu verbringen und die restliche Zeit mit anderen Dingen (lesen, nähen, etc… ) zu verbringen. Auch nach der Arbeit versuche ich das Ding öfter in der Tasche oder auch gleich mal zu Hause zu lassen. Gerade da kann ich mich aber sicherlich noch verbessern. Du bist also keinesfalls alleine mit dem Thema 🙂
    LG,
    SaKo

    • Muenstermama sagt

      Das freut mich, dass ich nicht allein bin! Die Taktik mit deinem Zeitlimit abends finde ich richtig gut!!! Vielen Dank dafür :*

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