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[Zeitmanagement für Mütter] Ein Wochenplan für unser Essen

Im Rahmen meines verbesserten Zeitmanagement bin ich dazu übergegangen seit einigen Monaten einen Wochenplan für unser Essen zu führen. Wer hätte das gedacht?!Sicher nicht die Menschen, die mich schon lange kennen und wissen wie launisch ich gerade beim Essen sein kann.

Vorteile

Es tut mir aber unheimlich gut, nicht jeden Tag neu überlegen zu müssen, was es gibt. Das spart unheimlich Kraft und Zeit. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist es auch deutlich weniger einzukaufen. Wir sparen unheimlich viel Geld durch diese Planung. Früher haben wir oft auch Sachen essen müssen, weil sie „weg mussten“. Das passiert uns jetzt kaum noch und Resteessen (die ich gar nicht gerne mag), kommen auch nur noch ganz selten vor. Lebensmittel wegwerfen finde ich eh sehr verwerflich und kann das so größtenteils vermeiden. Die Vorteile überwiegen also deutlich und nachdem ich einige Methoden ausgetestet habe, brauche ich jetzt montags früh meist nur ein paar Minuten bis der Plan für die aktuelle Woche steht. Unsere Ernährung ist zudem seit der Einführung dieses Wochenplans wesentlich ausgewogener…das sieht man nicht zuletzt am Gewicht 😉

Tools und Hilfsmittel

Man kann hierzu natürlich Apps benutzen (z.B. Paprika oder den Food Planer) oder auch einfach nur Stift und Zettel, aber ich habe mir irgendwann mal eine kleine Tabelle in Excel gemacht, die ich gerne nutze. Bin halt ein kleiner Excel-Freak. Es gibt sicher stylischere Wege und hübschere Tabellenvorlagen, aber mir geht es hauptsächlich und Zeitersparnis und Effizienz. Da ich für jede Woche ein neues Tabellenblatt anlege, habe ich alle alten Pläne beisammen und kann bei Inspirationsmangel darauf zurückgreifen.

Die Tabelle ist schnell gemacht: Einfach Tage untereinander, daneben eine Spalte für Mittag und Abend und am Rand noch Platz für Notizen. Zuerst trage ich mir immer die Notizen für die Woche ein. Wer ist wann nicht zum Essen zuhause, an welchen Tagen sind Termine, die große Kochaktionen verhindern könnten und wann sollte mehr gekocht werden oder Kuchen da sein, für Besuch.

Ich habe immer im Handy eine Einkaufsliste (ohne besondere App, einfach mit der Notizfunktion) auf der bereits Sachen stehen, die wir im Laufe der letzten Woche aufgebraucht haben und die standardmäßig einfach immer im Haus sein sollten wie z.B. Salz, Öle, Spülmittel, Klopapier etc. Genau genommen sind es drei Listen…einen für den Laden um die Ecke wo ich normalerweise meine normalen Lebensmittel hole, dann eine für den Laden in dem wir hauptsächlich Fleisch und Fisch kaufen und eine Liste für den Drogeriemarkt. Wenn ich weiß, dass ich auf den Markt gehen kann am Mittwoch muss ich natürlich die Gerichte und auch den Einkauf daran anpassen.

Wenn also der Plan steht, muss ich nur schnell jedes Gericht durchgehen und das was ich noch benötige in meine Einkaufsliste übertragen.

Backaktionen

Normalerweise backe ich sonntags mit dem kleinen Münsteraner zusammen einen Gugelhupf oder ähnliches. Das hält sich gut über die Woche und wenn spontan jemand Lust auf ein Stück Kuchen verspürt oder Besuch auftaucht habe ich immer was da. Wenn ausnahmsweise davon was übrig bleiben sollte, gibt‘s am Freitag einen leckeren Quarkauflauf. Es gibt aber Wochen, da weiß ich genau, dass z.B. am Donnerstagnachmittag Besuch ansteht. Dann backen wir erst am Dienstag oder ich backe allein am Donnerstag etwas Frisches. Diese Backaktionen notiere ich mir direkt unter den Sonntag in die letzte Zeile (genauso verfahre ich mit Brot).

Meistens essen wir mittags warm und abends nur Salat bzw. Brot. In dem Fall schreibe ich natürlich nicht in jedes „Abend“-Feld meiner Tabelle etwas rein. Man kann sich diese Spalte auch ganz sparen, ich mach das je nach Woche unterschiedlich.

Zeitersparnis durch Vorratshaltung

Ich habe nach meiner Arbeit im Büro ca. eine halbe Stunde Zeit etwas Essbares auf den Tisch zu bringen. Das reicht für meine normalen Gerichte gut aus. Meine Vorratshaltung ist gut organisiert und oft fällt großes Gemüseschnippeln oder ähnlich zeitaufwendiges aus, weil ich das bei Gelegenheit vorbereite und dann nur noch aus der Kühltruhe holen muss. Wenn ich z.B. im Angebot ein Kilo Möhren kaufe, schnippel ich einen Teil in Scheiben für Beilagen Möhrchen, raspel einen anderen Teil für Salate und lasse nur 3-4 Möhren im Kühlschrank, weil mir sonst der Rest zu schnell schlecht wird bei unserem Verbrauch. Das Vorgeschnittene und Geraspelte friere ich dann ein und habe es so immer griffbereit. Das mache ich mit Kohlköpfen, Zwiebeln, Bohnen, Stückkäse usw. übrigens genauso.

Entscheidungshilfen

Bei den Entscheidungen für die Gerichte der Woche, versuche ich zuerst vorhandene Lebensmittel zu verwerten und auf die saisonalen Angebote zu achten. Auch Reste oder Verträglichkeiten wollen beachtet werden. So fülle ich erst die Tage aus, bei denen die Möglichkeiten begrenzt sind. Wenn z.B. Besuch erwartet wird, koche ich nichts von dem noch stundenlang der Geruch im Haus bleibt.

So, und jetzt wollt ihr sicherlich ein Beispiel sehen…

Dies entspricht nicht in allen Punkten unserer aktuellen Woche, aber ich wollte, dass ihr mal alle Eventualitäten zu sehen bekommt. Reis koche ich z.B. immer mehr als wir an einem Tag brauchen, da das einfach besser funktioniert in meinem Reiskocher. Am nächsten Tag gibt es den Rest dann nochmal aufgepimpt als Gemüsereis oder Bratreis oder Einlage in einer Suppe.Wenn es mal keinen Rest geben sollte, kann ich ja immer noch spontan auf die vorhandenen Bestände von Kartoffeln oder Nudeln zurückgreifen.

Ich versuche maximal zwei Mal in der Woche Fleisch zu verarbeiten, aber auch da gibt es eine Ausnahme…schlimmer als zu viel Fleisch zu essen, finde ich Fleisch wegzuwerfen. Mein Respekt vor dem Tier ist da einfach zu groß, als das ich das mit meinem Gewissen vereinbaren könnte.

Da wir vom Wochenende noch Hähnchenschnitzel übrig haben, werden die somit natürlich auch gegessen.

Für diese Beispielwoche stehen nur Tomatenmark und Milchreis für meinen heutigen Einkauf auf der Liste und wenn ich am Mittwoch auf den Markt gehe, muss ich noch Fisch, Hack, Sellerie, Oregano, Eier und Salat besorgen. Alles andere hab ich bereits zuhause. Wenn man mich ohne diese Liste auf den Markt oder in einen Supermarkt lassen würde, käme ich mit deutlich mehr Sachen nach Hause, die wir dann aber gar nicht diese Woche alle verbrauchen könnten. Das wäre schade drum!

Macht ihr einen Wochenplan für euer Essen und euren Einkauf? Benutzt ihr dafür eine App oder Zettel und Stift? Was ist euch wichtig bei der Essensplanung?

Eure Münstermama

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von

Leila schreibt als Münstermama seit 2014 über Familie, Food und Reisen. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.

8 Kommentare

  1. Wir haben es mal gemacht, aber da kam häufig etwas dazwischen oder es blieb etwas über, so dass wir doch alles wieder umschmeißen mussten. Ich habe ebenso meist 30 Minuten Zeit, um das Essen auf dem Tisch stehen zu haben, in der idealerweise dann aber schon ein Teil der Hausaufgaben des Sohnes erledigt werden (das klappt nicht immer und neuerdings brauchen wir für den Rückweg leider auch länger ergo weniger Zeit). Bei uns gibt es allerdings jeden Mittwoch Pfannkuchen, das ist fester Bestandteil und eine absolute Hilfe. Ab dieser Woche bekommen wir eine Obst- und Gemüsekiste und danach wird dann weitergeschaut, was gekocht und gebacken wird. Da wir aber fünf Personen sind, wird wenig weggeschmießen und das ist gut so. Aber sicher können wir das noch weiter optimieren.
    Wochenpläne gibt es hier für die anfallenden Haushaltsaufgaben, so dass alle eingespannt werden.

    • Muenstermama sagt

      Oh diese Probleme kenne ich gut, manche Wochen sind einfach zu voll um große Kochpläne einzuhalten. Für diese Wochen nehme ich mir nur ganz simple Sachen vor wie Pfannkuchen und Nudeln etc.. So, dass ich gar nicht richtig einkaufe (bis auf Obst und Salat) und so auch nichts schlecht werden kann. Aber ich verstehe dich gut und bin gespannt, wie es bei euch mit der Kiste funktioniert! Der Haushaltsplan, der die Kinder einbindet klingt gut! Ich finde das wichtig, dass alle mitmachen. Vielen Dank für deine Beiträge heute!

  2. Lustigerweise habe ich heute schon diesen Artikel gelesen und dem Helden geschickt: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/essen-trinken/essen-und-trinken-kochen-nach-plan/5992512.html

    Ok, so übertreiben muss man es vielleicht nicht, aber ich finde Essenspläne grundsätzlich eine prima Sache. In den Wochen, in denen wir das hinbekommen, ist es deutlich entspannter. Momentan läuft es nämlich meistens so, dass einer dem anderen mittags schreibt „Was wollen wir denn heute essen?“ – dann wird nach der Arbeit dafür fix eingekauft und am nächsten Tag das gleiche. Effizient ist das nicht. Ich versuche also den Helden gerade wieder mal von der Nützlichkeit eines Plans zu überzeugen. Mal sehen, ob es klappt! 🙂

    Liebe Grüße
    Nele

  3. Solche Pläne sind wirklich super.
    Als wir noch mitten in der Stadt gewohnt haben bin ich fast jeden Tag mal eben einkaufen gegangen. Jetzt plane ich immer für die ganze Woche und versuche es auch auf einen Termin in der Woche zu beschränken.
    Klappt soweit ganz gut.
    Mein Problem bei der Essensplanung ist oft, dass mein Freund dann spontan in der Firma etwas mitbestellt oder wir einfach absolut keinen Appetit auf das geplante Essen haben. Somit wird der Plan dann doch recht oft umgeschmissen, Essen verschoben oder ganz gestrichen.
    Den Tipp Gemüse wenn man es frisch gekauft hat direkt zu verarbeiten und einzufrieren muss ich endlich mal umsetzen. Ich wäre jedenfalls nicht auf die Idee gekommen geraspelte Möhren einzufrieren.
    Vielen Dank dafür!
    Viele Grüße Sabrina

  4. Kim Brau sagt

    Hallo 🙂

    Ich bin grade erst auf ihren Blog gestoßen und fühle mich gleich wohl und vertraut (Geborene Münsteranerin wohnhaft jetzt in Emsdetten)

    Ich freue mich Sie gefunden zu haben
    danke für die zahlreichen Tipps 🙂

    • Muenstermama sagt

      Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar da zu lassen! LG

  5. Nicole sagt

    Hallo! Ich arbeite schon lange nach genau so einem Plan! Es gibt ausgewogenes Essen, allerdings koche ich immer für 2 Tage. Sonntags koche ich für Montag mit und schon für Dienstag und Mittwoch vor. Da eignen sich Suppen oder Eintöpfe gut! Und wenn ich Zeit habe, koche ich und friere es portinoniert in der Truhe ein. Dann brauche ich nur auftauen und evtl. Beilagen dazu machen. Zum Einfrieren habe ich mit ein Vakuumiergerät gekauft und schweiße das Essen in Beutel ein. Die kann ich gut beschriften und sie nehmen weniger Platz weg. In einer Notiz App vermerke ich, was in der Truhe ist und habe so immer den Überblick. Sonntags schaue ich in die Wochenangebote und dann wird auch mal nach Angeboten der Speiseplan gemacht. In der Küche hängt eine Magnettafel und da steht der Speiseplan drauf. Aber Änderungen sind immer möglich, passiert aber nicht so oft. Es funktioniert gut und sie sind zufrieden! 😊

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