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10 Fakten über Nasenpolypen OP bei Kindern, die Du wissen solltest!

Bei unserem kleinen Wolbecker steht demnächst eine Nasenpolypen OP an. Dachte ich zumindest.

Wie ich so bin, habe ich erstmal das Internet und meine schlauen Bücher befragt und die Ärzte so lang gelöchert, bis keine Fragen mehr offenblieben. Da habe ich dann auch gelernt, was der Unterschied zwischen Polypen bei kleinen Kindern und bei Erwachsenen ist!

Die Themen Operation an Kleinkindern, Polypen oder Rachenmandeln, Mandeln und Paukenröhrchen sind überraschenderweise sehr spannend! Einige interessante und wissenswerte Fakten habe ich hier für euch…

10 Fakten über die Nasenpolypen OP
  1. Die Polypen bei Kindern sind eigentlich gar keine Polypen! Polypen sind tatsächlich Schleimhautwucherungen, die nur in seltensten Fällen (z.B. Mukoviszidose) bei Kindern auftauchen. Korrekt werden die „Polypen“ bei Kindern als Rachenmandeln bezeichnet und gehören mit den Gaumenmandeln zu den Tonsillen.
  2. Die vergrößerten Rachenmandeln sind in Wirklichkeit ganz und gar nicht gewuchert, sie sind nur geschwollen. Die Medikamente, Nasensprays etc., sollen helfen sie abzuschwellen.
  3. Häufig werden bei der Entfernung der Rachenmandeln auch die Trommelfelle der Kinder eingeschnitten, um die dahinterliegende Flüssigkeit zu entfernen und das Ohr zu reinigen.
  4. Nur wenn die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell sehr dickflüssig und zäh ist, werden Paukenröhrchen eingesetzt. Diese Entscheidung treffen die meisten Ärzte allerdings erst während der Operation.
  5. Ganz im Gegenteil zur Entfernung der Gaumenmandeln gibt es bei der Rachenmandel OP nur in den seltensten Fällen Nachblutungen, weil dort keine großen Blutgefäße berührt werden.
  6. Die Nasenpolypen OP bei Kleinkindern, oder wie wir jetzt wissen: Die Rachenmandel OP wird meistens ambulant und immer unter Vollnarkose durchgeführt.
  7. Die Reihenfolge der Operationen an einem Tag in der Klinik, bestimmt nicht nur die Dringlichkeit der Fälle. Das Alter der Patienten ist ebenfalls von Bedeutung. So kommen junge Kinder häufig als erstes dran! (Juhuu!)
  8. In Deutschland ist diese Operation (Rachenmandeln, Trommelfellschnitt, Paukenröhrchen) die am häufigsten vorgenommene Operation bei Kindern.
  9. Die Häufigkeit der vorgenommenen Operationen hängt stark von der Region in der man lebt ab. Laut einer Bertelsmann Studie wird in kleinen Kliniken auf dem Land schneller zum Skalpell gegriffen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
  10. Früher wurden während dieser OP auch gleich die Gaumenmandeln vorsorglich entfernt. Allerdings hat man aus den häufigen Komplikationen und Nachblutungen gelernt. Die Gaumenmandeln werden jetzt nur noch im äußersten Notfall operiert bzw. kaum noch entfernt und meist nur verkleinert.
OP oder Medikamente?

Beim Großen war es gut, ein wenig abzuwarten und auch mal die Meinung von einer anderen HNO Ärztin einzuholen. Die von ihr verschriebenen Medikamente, allem voran das Otovowen, haben ihm so gut geholfen, dass eine OP unnötig war. Damals haben mich auch Gedanken dazu bewegt.

Nasenpolypen OP bei Kindern - 10 Fakten von der Münstermama die Du als Mutter wissen solltest

by kleine pünktchen – Kindergartenfotografie

Bei unserem kleinen Sohn dagegen bringen die Medikamente bisher nur eine schwache Entlastung. Ihn belasten viele der Symptome sehr. Wenn sich in den nächsten Wochen die Situation also nicht merklich entspannt, werden wir daher den Schritt gehen und die Operation machen lassen.

Wurden eure Kinder schon operiert?

Mich interessieren sehr eure Erfahrungen zu dem Thema. Wie haben die Kinder den Tag der OP und die Zeit danach empfunden bzw. verarbeitet? Habt ihr Tipps für uns?

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2 Kommentare

  1. Marlene Raps sagt

    Unser kleiner Mann wurde im zarten Alter von 1,5 Jahren operiert. Paukenröhrchen beidseits. Sein Sprach- und Essverhalten, war duch die massiv vergrösserten “Kissing-Tonsills“ und den heftigen Paukenergüßen so sehr beeinträchtigt, dass nichts mehr geholfen hat. Homöopathie mit Symbioflor, Wärmetherapie, Saline,…nichts hat geholfen. Doch durch die OP kam.endlich Erleichterung. Paul konnte endlich richtig hören, die Sprache entwickelte sich in windeseile und er hatte auch wieder mehr Appetit. Die Op verlief entspannt, Paul bekam einen süßlichen Saft der ihn beruhigte und in einen Dämmerzustand versetzte. Ich durfte ihn bis zum Op begleiten, als die Narkosemaske aufgesetzt wurde, musste ich gehen, meine Nerven machten das nicht mehr mit. Aber durch die Vorgespräche mit dem zuständigen Operateur wusste ich Paul in guten Händen. Das Team im KH war sehr einfühlsam! Nach dem Eingriff (etwa 15min) wurde Paul wieder ins Zimmer gefahren, er wachte langsam auf. Durch das Gegenmittel auf das Narkotikum wurden uns bereits prophezeit, dass viele Kinder kurz nach dem Erwachen aggressives Verhalten aufweisen könnten, dieser Moment kam, allerdings nur sehr kurz, aber man sollte sich darauf einstellen! Nach der Visite ca. 1,5Std.nach dem Eingriff durften wir wieder nach Hause. Noch an diesem Tag, konnten wir an Paul die große Erleichterung erkennen, endlich hören, kein Druck mehr im Ohr. Endlich etwas schlucken können….Er ist jetzt drei Jahre alt, er hatte noch eine Mandelentzündung, aber die Tonsillen ziehen sich zurück. Wir glauben fest daran, dass der Eingriff mit Paukenröhrchen der richtige war!

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