Mamas Stories

Mein Küche brauchte ein Make-over (mit Vorher/Nachher Bild!)

Anfang Oktober postete ich auf Instagram ein Bild meiner Küche. Eigentlich war ich ziemlich stolz auf meine Küche und es folgten auch einige positive Kommentare. Doch es gab auch Privatnachrichten. Die waren nicht so positiv.

Was ich nicht sah

Man wies mich darauf hin, dass es besser aussehen würde, wenn wir unsere Spülmaschine auch mit einer passenden Front verkleiden. Und ich bekam einen netten Hinweis, dass es irgendwann für den Mikrowellenschrank auch eine Tür gab beim Schweden. Tatsächlich folgte auch eine Nachricht, in der ich darauf hingewiesen wurde, wie vergilbt doch das Rolladenband neben dem Küchenfenster sei. „Kann man ganz leicht austauschen!“

Ja, so sehr ich mich auch über die positiven Kommentare freute, nach dem ich das gelesen hatte, fing ich an meine Küche mit neuen kritischen Augen zu betrachten. Vielleicht haben sie ja recht und es ist alles nicht richtig so? Vielleicht sind die fehlende Tür, das vergilbte Rolladenband und die alten Fronten wirklich nicht gut.

Wie es mir damit ging

Vielleicht sind das Makel, die ich hätte selbst sehen sollen? Ich stand da, inmitten meiner Küche und sie fühlte sich plötzlich alt und schäbig an. Ich fragte mich, ob man mich dann wohl auch für schäbig halten könnte. Reflektieren unsere Dinge auch uns als Menschen?

Ich fing direkt an, online nach neuen Rolladenbändern zu suchen und während ich da so rumscrollte (Rolladenbänder sind wirklich unspannend), fiel mir ein Zitat aus dem Erntedank-Gottesdienst wieder ein. Ich weiß nicht mehr den ganzen Abschnitt, der dort vorgelesen wurde, aber die Aussage „danken ist nicht mehr modern“ ist mir im Kopf geblieben. Sie wiederholte sich in meinen Gedanken, als ich den Rechner ausmachte und nach oben ging.

Im Bad fiel mir ein, worum es in der Predigt ging. Ich versuche es mal in eigenen Worten kurz zu machen: Wenn uns unser Leben, unser Haus, unser Körper schäbig vorkommen, dann brauchen wir in der Regel keine neuen Dinge. Wir brauchen einen frischen Blick. Wir müssen uns anschauen was wir schon haben und wo der Wert der Dinge tatsächlich liegt.

Neues Licht in meiner Küche

Am nächsten Morgen versuchte ich, die Küche in einem neuen Licht zu sehen. Ich zeig euch gern, was ich da so gefunden habe!

Lust auf eine Roomtour?

Der Kühlschrank

Leute, ich habe einen Kühlschrank!!

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Dieses Gerät macht auf zauberhafte Weise Lebensmittel kalt. Stellt euch mal vor, wie es im Mittelalter war ohne richtig kalten Weißwein oder Erdbeereis im Sommer!

Der Inhalt des Kühlschranks

Und wenn ich die Tür aufmache ist er auch noch voll!

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Voll mit gesunden Lebensmitteln, die meine Kinder lieben und für die andere Mütter alles geben würden! Für mich ist das Normalität. Wenn der Kühlschrank leer ist, spring ich einfach auf mein Rad und kauf neue Leckereien.

Wasser überall!

Das, meine Damen und Herren, ist ein Wasserhahn. Aus dem kommt jeden Tag, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, frisches und sauberes Trinkwasser!

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Ich will nicht pathetisch werden und die Millionen von Menschen erwähnen, die täglich viele Kilometer laufen um sauberes Trinkwasser für ihre Familien aufzutreiben. (Ups, jetzt habe ich es doch getan) Aber es ist mir fast schon peinlich zuzugeben, dass wir so ein Ding auch in jedem Badezimmer haben und sogar eins im Garten! Ja, wir waschen unsere Füße mit sauberem Trinkwasser.

Die Mikrowelle

Und dieses Ding hier, so ganz ohne fancy schmancy Einbaugedöns drum rum, das ist ein wahres Wunder. Ich kann darin durch sehr wenige Handgriffe kaltes Essen warm machen!!!

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Und in 20 Sekunden Schokolade für den Kuchen schmelzen. Geschmolzene Schokolade!!

Der Küchenboden

Apropos Boden. Diese Fliesen waren das Erste, das wir selbst in diesem Haus ausgesucht haben. Ich weiß noch wie wir die verschiedenen Fliesen an diese Stelle legten und über die Farbe im Licht diskutierten, während der Münsteraner in seinem Strampler mittendrauf saß.

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Auf diesem Boden rutschten meine beiden Söhne als Baby herum und lüllerten im Zweifel jeden Zentimeter an. Wir tanzten hier und verschütteten dabei Sekt bis unsere Hausschuhe festklebten. Als ich mitten in einer Weihnachtskeks-Backsession heulend auf diesem Boden zusammenbrach, setzten sich mein Mann und meine Söhne einfach zu mir.

Mich hatten die Erinnerungen an meine Mutter überkommen und ich erzählte ihnen schluchzend davon. Wir saßen einfach auf diesem Küchenboden und sprachen darüber, wie das Keksebacken früher für mich als Kind war. Und wie froh ich war, jetzt mit ihnen backen zu können.

My Savior

Muss ich über dieses Gerät wirklich noch viele Worte verlieren?

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Es verwandelt Bohnen in ein Lebenselixier. Dieses Gerät ist der Grund warum zwei der Menschen in diesem Haus die Jahre 2012 und 2015 überlebt haben.

Dankbarkeit in meiner Küche

Es gibt noch so viel mehr in dieser Küche, das ich mit meiner neuen Perspektive betrachte. Dankbarkeit erfüllt mich in jeder Ecke dieser Küche. Aber in erster Linie fühle ich mich mit Ende Dreißig einfach frei. Frei von dem Drang, jedem Trend folgen zu müssen, frei davon meine Klamotten, meine Frisur, meine Küche und mein Leben nach den Vorgaben anderer gestalten zu müssen.

Ist es wirklich ein Problem, wenn nicht alles in meiner Küche zusammenpasst? Brauche ich wirklich neue Rolladenbänder um glücklich zu sein?

Vielleicht gehört das auch zum Erwachsen-werden. Zu wissen, was einem steht, schmeckt und passt. Ich muss das nicht mehr alle drei Monate ändern. Ich weiß was ich will und mag.

Und trotzdem lieeebe ich ein gutes Make-over! Diese Vorher-Nachher Bilder sind das allerbeste daran. Also, habe ich doch was gemacht in meiner Küche.

Seid ihr bereit für die große Enthüllung?

Vorher

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Nachher

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Tataaa! Das nenn ich mal extremes Küchen Make-Over! Meine Küche ist WUNDERVOLL, weil sie VOLLER WUNDER ist. Und so ist es sicher auch mit deiner Küche!

Heute werde ich diese neue Perspektive ganz bewusst durch den Tag tragen. Denn wenn ich jetzt mein Haus, meinen Körper und meine Familie anschaue, dann ist eine Stimme ganz laut in meinem Kopf:

DANKE! DANKE! DANKE! DANKE!

Kategorie: Mamas Stories

von

Leila schreibt seit 2014 über Familie, Food und Reisen hier auf Münstermama, und als Kolumnistin der MZ. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.