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Münstermamas Muffin – ein Rezept unendliche Varationen!

Seit ein paar Wochen ist es hier ein wenig ruhig auf dem Blog. Ich kann euch leider im Moment noch nicht die Gründe dafür erzählen, aber das hole ich noch dieses Jahr nach, versprochen. Jetzt gibt es erstmal mein bisher geheimes Notfallrezept für spontanen Besuch!

Kennt ihr die Situation, wenn sich plötzlich Besuch ankündigt, den man aus den verschiedensten Gründen auch nicht mehr absagen kann? Dann hat man nur sehr begrenzte zeitliche Möglichkeiten eventuelles Chaos zu beseitigen und etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Viele greifen da ganz praktisch zu Backmischungen. Absolut verständlich, vor allem, wenn man sonst nicht viel backt. Doch was mich daran nervt sind z.B. die vielen Zusatzstoffe (z.B. E475, E471 und E433 – allesamt zur Haltbarkeitsverlängerung, Allergene und auch sonst nicht ganz unbedenklich!). Zudem kostet so eine Backmischung auch so um die zwei Euro und dann muss man immer noch Eier, Milch und Öl hinzufügen. Wenn ich meine Universalmischung nehme (für die ich die Zutaten übrigens immer zuhause habe und ich wette, ihr auch!), bleibe ich auf Dauer immer günstiger, gesünder und kann den Geschmack ganz allein bestimmen. Und was mittlerweile nicht mehr ganz unwichtig ist: Ich kann ganz einfach auf eventuelle Unverträglichkeiten des Besuchs Rücksicht nehmen!

Das Rezept habe ich vor Jahrzehnten aus einem geliehenen Backbuch abgeschrieben und nie mehr verändert, denn es ist einfach perfekt. Leider habe ich mir den Namen des Buches nicht notiert, aber wenn es jemand wiedererkennt, freue ich mich über einen Hinweis! In den ganzen Jahren mit vielen verschiedenen Muffins habe ich einiges an Tipps, Tricks und Variationen gelernt, die ich euch gerne weiter unten verrate!

Münstermama_Muffin_Rezept_universalDie Zutaten für ca. 12 Muffins

2 Eier (M oder L), 240 ml Milch (1 cup), 120 ml Öl (1/2 cup)

200 g Zucker (1 cup), 375g Mehl (3 cups), 4 TL Backpulver, 1 Pkg Vanillezucker, Prise Salz

+ Geschmacksträger (z.B. Zimt & 1 Apfel, Schokolade & Erdnussbutter,1 Banane & Haferflocken, 150-200 g Blaubeeren,  150 g entkernte Zwetchgen & Zimt, 2-3 Möhren geraspelt, Rosinen & Nüsse etc.)

Zuerst verrührt man bei Muffins die trockenen Zutaten und die flüssigen Zutaten getrennt voneinander.  Also, die flüssigen Zutaten in einer Schüssel und die trockenen in einer anderen Schüssel. Dann kippe ich einfach die trockene Mischung zu der Flüssigen und rühre nur so lange bis ein glatter Teig entsteht. Ich brauche für den ganzen Prozess keinen Mixer und auch keine Küchenmaschine, denn bei Muffins gilt eindeutig: weniger ist mehr! Wenn ihr den Teig zu lange schlagt, dann gehen sie nicht mehr richtig fluffig auf, also nur so lange bis eine homogene Masse entstanden ist!

Die mit Papierförmchen ausgelegte Backform fülle ich bis zum Rand. Keine Angst, da läuft nichts über! Bevor sie in den Ofen kommen, gebe ich noch ein paar kleine Stückchen vom Obst oder ein paar Haferflocken und ein wenig Zucker obendrauf. So bekommen sie eine besonders leckere Krone.

Apfel_Zimt_Muffins

Die Muffins müssen ca. 20-25 Minuten insgesamt backen. Dabei wende ich den ersten Trick an, indem ich den Ofen auf 220° vorheize und sie die ersten 5 Minuten bei dieser hohen Temperatur anbacken lasse. Danach schalte ich den Ofen für den Rest der Backzeit auf 180° runter. Warum das Ganze? Mit diesem einfachen Trick erreiche ich, dass die Muffins richtig schön hochgehen und eine leckere „Krone“ bilden. Ich mag den sogenannten Muffintop nämlich am allerliebsten!

Ihr könnt beim Zucker variieren und es durch Ersatzstoffe (Diabetiker) ersetzen. Ich nehme am liebsten halb braunen Rohrzucker, halb weißen Zucker. So ist die Süße ein wenig milder und herzhafter.

Bei der Milch könnt ihr eurer Fantasie ebenfalls freien Lauf lassen. Besonders lecker werden sie wenn ihr nur Buttermilch verwendet, aber da ich diese nicht so oft im Kühlschrank habe, kam bei uns auch schon Sojamilch, Hafermilch und Vollmilch rein. Es war immer lecker!

Schokoladen_Erdnuss_MuffinWas das Öl angeht, nehme ich entweder Kokosöl oder Sonnenblumenöl. Ich nehme ganz bewusst keine Butter, denn der Teig wird mit Öl einfach geschmeidiger und ich muss nicht extra darauf warten, dass die Butter weich genug ist. Auch hier könnt ihr mit dem Öl ein wenig spielen, ich könnte mir Erdnussöl auch gut vorstellen, habe es aber noch nicht ausprobiert. Den Buttergeschmack vermisst man übrigens nicht, wenn man an die Geschmacksträger denkt.

Geschmacksträger kann alles sein was euch schmeckt, lasst eurer Fantasie freien Lauf oder verwendet, was ihr im Schrank findet! Nur müsst ihr ein wenig darauf achten, was ihr nehmt und dann gegebenenfalls die Öl (bei Schokolade oder Erdnussbutter) oder die Milchmenge (bei TK Obst das wässert) ein wenig reduzieren. Ich versuche immer ein wenig (oder auch mehr) Zimt mit hineinzugeben, weil ich das Zusammenspiel von Zimt und Zucker in Gebäck einfach liebe. Aber wie wäre es mal mit Zitronenmuffins (Zitronensaft und Schale) mit Buttermilch und Thymian?

Also, wie man die Muffins Laktose und Zuckerfrei bekommt, habe ich euch ja schon erzählt. Ich habe auch schon das Rezept mit Dinkelmehl ausprobiert und ich muss sagen, es war sehr lecker. Ob das dadurch auch schon glutenfrei wird, kann ich euch nicht sagen, aber vielleicht ist ja unter meinen Leserinnen jemand, der uns allen einen Tipp geben kann, wie man das Rezept auch für Gluten-Allergiker verträglich zaubern kann?!

Habt ein schönes Wochenende!

Eure Münstermama

Kategorie: Ge...macht, Rezept

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Leila schreibt als Münstermama seit 2014 über Familie, Food und Reisen. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.

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