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Wann macht Bio Sinn? – Bei welchen Lebensmitteln wir warum auf Bio setzen und wo regional-saisonal ausreicht

Vor einigen Wochen fragte ich meine Follower auf Instagram bei welchen Produkten sie auf das Label Bio achten. Ich war überrascht, wie oft die gleichen Antworten auftauchten: Bananen, Eier und Milch. Diese drei Lebensmittel scheinen sehr viele von euch bereits Bio zu kaufen, doch macht das auch Sinn?

Ist Bio gesünder?

Bio heißt nicht automatisch gesund! Man kann in der Regel sagen, dass Obst, Gemüse und Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft mehr Nährstoffe enthält. Aber es gibt durchaus Bio Lebensmittel, die viele Kalorien oder Zucker etc. enthalten. Jeden Tag eine große Pommes mit Mayo wird nicht gesünder durch das Label Bio. Aber das sagt einem ja auch der gesunde Menschenverstand.

Bio vs. Saisonal-Regional

Viele von meinen Lesern schrieben mir, dass sie hauptsächlich auf saisonal-regionale Produkte achten. Sie meinten, dass in diesen Fällen Bio keine große Rolle spielt. Bei zahlreichen Produkten ist das tatsächlich richtig! Vieles, was hier in Deutschland angebaut wird, erfüllt bereits sehr hohe Standards. Doch wer kleine Kinder hat, weiß wie schwer es manchmal sein kann, nur saisonal-regionales Gemüse und Obst einzukaufen. Gerade in der dunklen Jahreshälfte. Was ist der Unterschied zwischen Bio und konventionellem Gemüse aus dem Gewächshaus? Wie verhält es sich mit Fleisch, Fisch oder Honig? Worauf achten wir und was haben meine Recherchen ergeben?

Kalb Bauernhof Münster Münsterland Hofladen
Wir haben uns in den letzten Jahren immer wieder Bio Betriebe im Münsterland angeschaut, wie z.B. hier beim Event der Bio Molkerei Söbbeke.

Bewusstsein wecken

Es ist gut, sich mit dem Thema Bio auseinanderzusetzen. Dabei möchte ich schauen, wie man für alle (also auch für Natur und Tier) gesünder einkaufen kann. Da muss man auch kritisch hinschauen und überlegen, was einem persönlich wichtiger ist. Eine in Plastik eingeschweißte Bio-Gurke aus Spanien hat natürlich auf den ersten Blick einige Nachteile gegenüber der konventionellen unverpackten Gurke aus Holland: Plastik, langer Transportweg, teurer!

Warum dann überhaupt Bio?

Man sollte bedenken, dass die Gurkenpflanze in der Regel sehr anfällig ist für Milben und einige andere Schädlinge und so häufig mit Pestiziden und Fungiziden behandelt wird. Zudem ist die Gurke eine der Pflanzen, die sehr viele Schadstoffe aus dem Boden absorbiert. Es reicht also nicht unbedingt die Gurke zu waschen, denn der Chemikalien-Cocktail steckt in der Gurke selbst. Hier liegt dann wiederum die Bio-Gurke vorne.

Ihr seht, bei jedem Produkt gibt es ein Für und Wider bei der Kaufentscheidung. Mir ist es wichtig mit ein wenig Hintergrundwissen beim Einkaufen bewusster zu handeln. Gerade bei Gurken fällt mir persönlich die Entscheidung sehr schwer.

Nochmal: Wer sich eine komplett biologische Ernährung nicht leisten kann oder will, sollte zumindest wissen, bei welchen Lebensmitteln es mehr oder weniger Sinn macht auf Bio zu achten. Auch wir können und wollen nicht immer komplett Bio kaufen. Wichtig ist mir, den Kindern das Bewusstsein für nachhaltige und hinterfragte Einkäufe mitzugeben.

Das Eine schließt das Andere nicht aus!

Regional-saisonal gekaufte Produkte haben logischerweise mehr Nährstoffe. Es geht hier beim Transport nichts verloren. Dies gilt für konventionelle Lebensmittel genauso wie für Bio. Bio-Erdbeeren aus Peru im Dezember zu kaufen macht für mich wenig Sinn.

Argumente Pro Bio?

Bio Lebensmittel sind nur in den seltensten Fällen mit unnötigen Zusatzstoffen (Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe) versehen. Das ist für mich ein wichtiges Argument für Bio, wenn in der Familie Unverträglichkeiten auftauchen.

Wer auf regional-saisonale Produkte achtet, sollte wissen, dass es konventionelle Lebensmittel gibt, die auch in Deutschland häufiger mit Pestiziden oder Fungiziden behandelt werden, als andere. Zudem absorbieren manche Pflanzen verstärkt bestimmte Giftstoffe aus dem Boden. Diese Gifte landen dann im Obst, Getreide und Gemüse. Am Ende natürlich auch im Tierfutter und damit im Fleisch, in der Milch oder den Eiern. 

Bei ökologischem Anbau hat der Natur- und Tierschutz zudem einen deutlich höheren Stellenwert. Artenvielfalt wird gefördert und alte Rassen sorgen für robustere Züchtungen. Krankheiten werden mit Naturheilmitteln behandelt und nicht mit Antibiotika.

Obst & Gemüse

Bei Obst und Gemüse saisonal und regional einzukaufen macht in vielerlei Hinsicht Sinn. Viele hier in Deutschland konventionell angebauten Sorten sind absolut unbedenklich, alle unterschreiten die Richtwerte. Die Schadstoffbelastung bei Importen aus vielen Ländern sind leider häufig zu hoch. Bio Obst und Gemüse enthält allerdings häufig mehr Nährstoffe und weniger Wasser.

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Jennis Kartoffel-Kürbis Taler sind schnell und günstig gemacht!

In den nachfolgenden Gemüse- und Obstsorten wurden teilweise ganze Chemikalien-Cocktails gefunden. Zum Beispiel wurden bis zu 36 verschiedene Chemikalien Rückstände in Äpfeln nachgewiesen…Bohnen absorbieren sogar bis zu 60 Pestizide! 

Weintrauben, Erdbeeren, Paprika, Äpfel, Pfirsiche, Nektarinen, Blaubeeren, Salatgurken, Spinat und Grünkohl, Kartoffeln, Kürbis, grüne Bohnen, Birnen, Sellerie, Tomaten & Bananen gehören alle zu den belasteten Produkten. Dabei ist zu unterscheiden, ob die Früchte außen stark belastet sind (Bananen) oder zu den Pflanzen gehören, die viele Schadstoffe aus dem Boden absorbieren (Kürbis!). 

Milch & Milchprodukte

Milch, Sahne, Joghurt, Quark und Käse lieben wir alle sehr. Pestizide lassen sich in der Milch auch in der Regel nicht nachweisen, dafür aber Antibiotika. Unter den Bio Bedingungen von Bioland, Naturland und anderen ökologischen Bauern-Verbänden gehaltene Kühe müssen nicht das ganze Jahr im Stall verbringen. Sie dürfen auf die Weide, werden statt mit Kraftfutter mit Gras, Heu und Grünfutter aus Öko-Anbau gefüttert.

Gerade das Futter ist entscheidend, denn BIO Milch enthält nachweislich mehr Omega-3-Fettsäuren! Gerade für Kinder ist also Bio Milch die bessere Wahl.

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Für unsere Taco Party brauchen wir immer viel Cheddar Käse!

Käse

Käse ist sogar nochmal gesondert zu betrachten. Der ist leider stark behandelt. Zum Reifen braucht Käse ein Enzym. Im Bio Betrieb wird natürliches Labenzym oder aus Schimmelpilz-Kulturen gewonnenes Lab eingesetzt. In konventionellen Käsereien dagegen verwendet man ein gentechnisch gewonnenes Enzym (Chimson).

Konventioneller Käse wird zudem oft mit Nitrat konserviert und die Rinde wird mit einem Antibiotikum behandelt. In Sahne findet sich häufig Carrageen, was das Absetzen des Rahms verhindern soll und in Frischkäse sind Verdickungsmittel. Das ist alles einzeln betrachtet nicht bedenklich. Aber wie immer kommt es auf die Mengen an. Man sollte z.B. auf seine Nitrat Zufuhr achten (ist viel in konventionellem Gemüse!) und viele Menschen haben gar keine Laktose-Unverträglichkeit, sondern kommen schlicht nicht mit den Zusatzstoffen zurecht. Mich z.B. macht Carrageen fertig!

Fleisch

Bei Fleisch gibt es das gleiche Antibiotika Problem wie bei Milch. Zudem wird Wurst mit vielen Zusatzstoffen, wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel, behandelt. Die gelten natürlich in den verwendeten Mengen als unbedenklich, aber auch da geht es um das Zusammenspiel in der Ernährungsvielfalt.

Die Menge an stark verarbeiteten Produkten und Lebensmitteln in unserer Ernährung macht dann meist den Unterschied. Bei Bio wird zudem auf artgerechte Haltung geachtet und häufig werden robuste und alte Tierrassen gehalten. Die Artenvielfalt wird von den Öko-Verbänden gefördert und allein das ist schon ein starkes Argument.

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Bio Rindfleisch bei der kulinarischen Foodblogger Reise im des Münsterland e.V.

In die Bio-Wurst kommen zudem keine der oben genannten Zusatzstoffe…außer in einigen Fällen Nitritpökelsalz. Das wird gemacht, um die schöne rote Fleischfarbe zu erhalten. Da das nur eingeschränkt erlaubt ist, verzichten Verbände wie Demeter z.B. komplett darauf.

Aber es gibt durchaus auch Bauern, die ihre konventionelle Haltung unter strengen und gesünderen Normen betreiben. Neuland ist zum Beispiel ein Verband „konventioneller“ Bauern, der bei seinen Mitgliedern auf die artgerechte Haltung und Fütterung achtet. Einfach mal beim Metzger nachfragen woher das Fleisch genau kommt. Oft hat man Glück und die regionalen Anbieter haben ebenfalls hervorragende Qualität im Angebot.

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Bei den Foodistas findet ihr köstliche Fleischgerichte für besondere Festessen!

Getreide, Brot & Müsli

Konventionelles Getreide wird häufig mit Pestiziden behandelt. In Hafer z.B. wurden wiederholt Rückstände von Glyphosat gefunden. Bei Brot kommen zudem viele Zusatzstoffe zum Einsatz und bei vorgemischtem Müsli ist die Belastung in den Trockenfrüchten und Saaten nicht immer abschätzbar. Reis absorbiert verhältnismäßig viel Arsen aus dem Boden, deswegen sollte man besonders bei Reiswaffeln für Kleinkinder und gepufftem Reis auf Bio Siegel achten! (Update: Neueste Testergebnisse von Ökotest zeigen auch bei Bio Reiswaffeln Arsen Rückstände!) 

Immer wieder tauchen Berichte und Tests auf, die zu hohe Rückstände an Schadstoffen nachweisen können und gerade für Kinder macht es durchaus Sinn etwas genauer hinzuschauen. Viele Kinder und Familien kaufen kein Bio-Brot oder Brötchen, weil die Konsistenz zu fest und der Geschmack zu kräftig ist im Vergleich zu konventionellem Gebäck. Doch man findet durchaus auch lokale, konventionelle Bäcker, die auf die Herkunft ihres Getreides achten und darüber gerne Auskunft geben. Es muss also nicht zwangsläufig Bio sein.

Übrigens ist bei Getreide der Preis nicht nur wegen der knappen Ernten gestiegen. Trotz hoher Nachfrage nach Bio-Getreide, macht es für viele konventionelle Bauern mehr Sinn, Mais und Getreide für Bio-Gasanlagen zu produzieren, als für die Nahrungsmittel-Hersteller. War euch das bewusst, dass unsere Nachfrage nach ökologischer Energie auch Auswirkungen auf unsere Lebensmittelpreise hat?

Eier

Durch die Kennziffern auf den Eiern ist es uns seit einigen Jahren möglich direkt zu erkennen, aus welcher Haltung die Eier kommen. Wenn die erste Ziffer eine 0 ist, dann sind es Bio Eier. Bei einer 1 vorne sind es Eier aus Freilandhaltung. Etwas Anderes kommt für uns nicht mehr in Frage, denn das ist – in meinen Augen – Tierquälerei. Bei der Ziffer 2 z.B. heißt es zwar nett „Bodenhaltung“, tatsächlich sind das aber bis zu 6000 Hennen in einem Stall und das ohne Zugang nach draußen!

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Fräulein Cupcake kauft ihre Eier direkt in Münster Häger ab Hof.

Der für uns entscheidende Unterschied zwischen Freiland (1) und Bio (0) ist schnell erklärt: Bio-Legehennen haben zwar nicht viel mehr Auslauf als Freilandhühner, aber sie bekommen spezielles Futter. Dieses muss zu 85% ökologisch (siehe Getreide!) hergestellt sein, darf weder Farbstoffe noch Wachstumsförderer enthalten und ist auch frei von gentechnisch verändertem Soja. Aber konventionelle Freilandeier sind immer noch besser als alle anderen, wenn man das genmanipulierte Soja außer Acht lässt.

Bei den Bio-Eiern ist zudem mehr Vitamin A enthalten. Da man neben verarbeiteten Eiern nicht mehr als drei gekochte Eier in der Woche essen sollte (theoretisch reicht das Frühstücksei am Sonntag völlig aus), ist das auch finanziell gesehen kein großer Faktor.

Noch zwei Eier-Tipps:

  1. Kleine Junghenneneier werden seltener nachgefragt, da Rezepte meist auf mittlere Eier ausgelegt sind. Doch diese kleinen, ersten Eier junger Hennen eignen sich perfekt zum pochieren. Das Eiweiß franst weniger aus und das Eigelb ist wunderschön. Das müsst ihr mal probieren!
  2. Achtet beim Kauf der Eier auf die Bruderhahn Initiative! Millionen Hähne werden getötet, da sie für den Legehennenbetrieb nutzlos sind und ihr Fleischanteil nicht gegen dem der Masthähnchen ankommt. Die Bruderhahn Initiative sorgt dafür, dass weniger Eintagsküken geschreddert werden und setzt diese sinnvoll in Bio Betrieben ein. Jedes Ei, das sich an der Bruderhahn Initiative beteiligt, kostet 4 cent mehr und sorgt dafür, dass die Brüderchen der Legehennen aufwachsen dürfen.

Fisch

Wir lieben Fisch! Er ist nicht nur lecker, sondern enthält auch wichtige Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren. Doch leider ist Fisch häufig auch schwer belastet: Quecksilber, Dioxine und Tributylzinn finden sich in fetteren Fischarten wie Thunfisch und Heilbutt. Mikroplastik ist ein weiteres großes Thema. Ohne den Rahmen jetzt sprengen zu wollen, kann man sagen, dass ein bis zwei Mal pro Woche Fisch essen sicherlich nicht gesundheitsschädlich ist. Doch gerade Schwangeren und kleinen Kindern wird empfohlen auf diese Fische zu verzichten. Bei den Themen Überfischung, Fangmethoden und Antibiotika spätestens sollten wir aber alle wieder hellhörig werden. Rotbarsch, Kabeljau, Schwertfisch und Aal sind z.B. stark betroffen.

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Michael von Salzig Süß Lecker setzt auch mal auf Online Shops, wenn die Qualität lokal nicht zu bekommen ist.

Bio-Fisch wird in der Regel gezüchtet, hat aber viel Platz und bekommt nur Öko-Futter. Krankheiten werden nicht mit Antibiotika behandelt und seit einiger Zeit wird auch auf nachhaltige Fischerei Wert gelegt. Naturland ist ein Anbieter, der da sehr genaue und strenge Bedingungen weltweit einhält. So bekommt man Lachs, Shrimps, Dorade und Wolfsbarsch in guter, nachhaltiger Bio-Qualität. Gleich danach bietet konventioneller Fisch mit MSC oder ASC Siegel eine Alternative. Da steht auch der WWF hinter. Einziges Problem, das bei Zuchtfischen leider immer präsent ist: Gentechnisch verändertes Futter, wer auf Bio achtet muss sich da keine Gedanken mehr machen.

Honig

Habt ihr mal im Supermarkt versucht anhand der Etiketten herauszufinden, wo der Honig herkommt? In den meisten Fällen ist es gar kein reiner Honig mehr und in über 80% der Fälle kommt der Honig aus dem Ausland (Südamerika/Asien). Dieser enthält dann oft Rückstände an Antibiotika und anderen Arzneimitteln. Deutscher Imker Honig dagegen muss sehr strengen Anforderungen standhalten. Leider stellt man auch hier immer wieder Rückstände von Schadstoffen fest, was durch den großen Radios der Bienen und die konventionelle Landwirtschaft nicht ganz vermeidbar scheint.

Bei Bio-Honig und vielen lokalen Imkern werden die Waben von den Bienen selbst gebaut, sie müssen den Honig also nicht in künstlichen Waben ablegen. Milbenbefall wird mit Ameisensäure statt mit Antibiotika behandelt und die Stöcke stehen bei Bio in der Nähe von ökologisch bewirtschafteten Feldern. Doch Bienen haben, wie schon erwähnt, eine große Reichweite. Daher sind Abstecher auf konventionelle Felder oft nicht auszuschließen.

Bagel Rezept Münstermama Bio Mehl Honig
Honig kommt auch häufig beim Backen zum Einsatz…und das nicht nur in der Weihnachtszeit!

Wir kennen einige Imker von denen wir den Honig direkt beziehen können und dort kann man auch ohne Probleme nachfragen wie es den Bienen geht. Die Kinder finden das besonders spannend seitdem ich ihnen erzählt habe, dass die Waben im Iran und anderen Ländern von den Kindern als eine Art Kaugummi genascht werden. Uns wurde erklärt, das der trübe Honig deutlich mehr Nährstoffe enthält, da der industriell-klare Honig wärmebehandelt wird und dabei Enzyme verliert.

Wer nur im Supermarkt seinen Honig kauft, sollte allein schon aus Gründen des Tierschutzes zu Bio greifen oder nach Produkten von lokalen Imkern Ausschau halten.

Das Thema Ernährung auf Münstermama

Obwohl wir wert auf eine ausgewogene Ernährung legen und uns bewusst mit dem Familienessen beschäftigen, war auch uns vieles noch unbekannt. Dieser Beitrag hat mir sehr intensive Recherchearbeit abverlangt. Mir ist bewusst, dass für viele Familien Bio oft an der Kostenfrage scheitert. Doch ich habe bei meinen Recherchen auch dazu etwas gelernt und es wird bald einen weiteren Beitrag geben, in dem ich meine Tipps für den Bio-Einkauf mit knappem Familienbudget zusammenfasse.

Wir haben jetzt auf jeden Fall einen besseren Überblick, bei welchen Produkten Bio für uns Sinn macht und wo man auch guten Gewissens einfach bei regional-saisonal bleiben kann. Diese Entscheidung dürfte aber in jeder Familie anders ausfallen, denn die Prioritäten liegen nicht immer gleich. Das Argument einiger konventioneller Bauern „Bio ist nur Geldmache“ konnte ich für mich als eine billige Stammtisch-Parole klar ausmachen. Denn was die Tiere an Futter bekommen und unter welchen Bedingungen sie gehalten werden ist eben nicht egal. Das ist zum Glück auch für immer mehr Verbraucher ein Thema. Aber (!) wer nur noch Bio kauft und meint, damit die Welt zu retten, denkt eben auch nicht weit genug.

In diesem Sinne freue ich mich über jede konstruktive Rückmeldung per E-Mail, auf Instagram oder Facebook!

Vielen Dank meinen Foodblogger Freunden, die diese Blogreihe mit ihren Fotos und Rezepten unterstützen! Wenn ihr auf die Bilder klickt, kommt ihr automatisch zu einem passenden Rezept.

Kategorie: Mamas Stories, Rezept

von

Leila schreibt seit 2014 über Familie, Food und Reisen hier auf Münstermama, und als Kolumnistin der MZ. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.