Mamas Stories
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Wie die Polizei Münster uns zum kochen brachte

Heute Mittag habe ich früh das Büro verlassen, denn es war schon ordentlich heiß und ich wusste, ich muss noch den ganzen Nachmittag mit den Kindern von einem Termin zum anderen. Als ich endlich aus dem Auto steigen konnte und ins kühle Haus ging, war ich sehr erleichtert.

Dann sah ich bei Facebook diesen Beitrag:

Und dachte erstmal, das kann nicht wahr sein! Doch dann scrollte ich mich durch die Kommentare und las dieses hier:

Ich schrieb die Verfasser (Namen von mir aus Datenschutzgründen gelöscht in der Grafik) direkt an und fragte nach.

Was hast du genau gesehen? Wo hast du nach Eltern gesucht? Was hat der Beamte genau gesagt? Wie warm war es da? Wie fit sahen die Kinder für dich aus? Wie war es für dich so eine Reaktion zu erhalten? Kannst du mir einen Screenshot deiner Anrufliste schicken?

Alles Fragen, die meiner Meinung nach die Polizei hätte stellen sollen. Wie kann ein Beamter am Telefon nach kurzem Gespräch mit unbekanntem Zeugen so sicher einschätzen, dass es den Kindern gut geht? Woher weiß er, dass die Kinder tatsächlich nur 10 Minuten da sitzen und wie kann er so verlässlich davon ausgehen, dass die Eltern in Kürze eintreffen werden?

Eine angemessene Reaktion wäre doch gewesen, Steffi K. und die anderen die solche Situationen melden zu bestärken in ihrem Verhalten. Den Vater zumindest kurz und wenn auch nur direkt am Telefon auf sein Fehlverhalten hinzuweisen, hätte doch schon einen Unterschied gemacht.

Stattdessen wurde der Sachverhalt anscheinend abgewimmelt.

Mich hat das so dermaßen aufgeregt, dass ich spontan Steffis Antworten an mich zu einem Facebook-Beitrag umgeschrieben habe mit der Bitte um eine Reaktion durch die Polizei.

Denn schließlich soll man ja immer beide Seiten hören und da die eine Seite ja bereits bei Facebook die Runde machte, sollte auch die andere Seite Gelegenheit haben sich zu äußern und darauf zu reagieren.

Wer weiß, vielleicht hat der Beamte tatsächlich etwas unternommen oder so ungeschickt formuliert, dass Steffi ihn falsch verstanden hat. Denn ich bin zwar Steffi und den anderen Helfern dankbar, dass sie sich gekümmert haben, aber ich selbst war ja nicht dabei.

Ich möchte beide Seiten zu Wort kommen lassen und auch wenn die Münsteraner Bürger und Eltern auch nach 7 Stunden noch mit ihren Sorgen ignoriert werden, reißt die Welle der Empörung nicht ab.

Nun ist der Beitrag bereits über 300 Mal geteilt worden. Die WN Redaktion hat sich eingeschaltet, WDR Aktuell fragte mich nach Infos zur Quelle. Ich bin sehr gespannt was uns alle morgen früh erwartet.

Ich hoffe inständig auf eine Änderung in der Verfahrensweise der Polizei Münster bei solchen Anrufen.

Update 29.05.2017, 21:20 Uhr: Die Reaktion der Polizei bei Münster macht mich noch ärgerlicher.

 

Update 30.05.2017, 08:45 Uhr: Die Polizei Münster hat Kontakt mit Steffi K. aufgenommen und ihre Beschwerde an die Oberdirektion weitergeleitet. Wir bleiben dran!

Update 30.05.2017, 20:00: Der Sprecher der Polizei Münster hat sich gegenüber der WN geäußert.

2 Kommentare

  1. Klaus sagt

    Dass es auch anders geht, hat mir heute die Polizei in Bad Oeynhausen bewiesen: nachdem ich sie wegen eines Hundes in einem Fahrzeug gerufen hatte, waren zwei Beamte ca. 15 Minuten später vor Ort. Ich schließe daraus, dass bei Kind(ern) im Auto mindestens genauso schnell reagiert worden wäre.

    • Muenstermama sagt

      Danke für deinen Kommentar, Klaus! Ich glaube, dass es in Münster sicherlich auch viele tolle Polizisten gibt und hoffe, dass es so einen Vorfall wie mit Steffi so schnell nicht wieder geben wird.

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