Alltagslernen, Papas Stories
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Wie lernt mein Kind die Uhr? – Kinderuhr smart oder analog und wie führe ich mein Kind an das Thema Uhrzeit heran

Dies ist ein Beitrag zur Reihe Alltagslernen. Alle Links sind Affiliate Links.

Ich weiß, dass ich schon sehr früh eine Kinderuhr trug. Daran kann ich mich gut erinnern, da ich sie Tag und Nacht am Arm hatte und nur sehr selten abnahm. Für mich heute undenkbar. Aber wie alt ich da war, kann ich nicht mehr sagen. Vielleicht acht Jahre? Oder doch schon zwölf?

Das Thema Uhrzeit ist auf jeden Fall schon für Kindergartenkinder von Bedeutung. Alle Kinder sind an Dingen aus der Erwachsenenwelt interessiert. Sie fühlen sich ernstgenommen und kompetent, wenn sie bei etwas so wichtigem wie die Uhrzeit mitreden können. Natürlich haben sie noch kein Zeitgefühl wie Erwachsene.

Thema Uhr im Alltag

Wir können Kinder aber bei der Strukturierung des Tages mit einbeziehen. So trainieren wir das Zeitverständnis und das Ablesen von Uhrzeiten:

  • Um sieben Uhr stehen wir auf.
  • Um ein Uhr gibt es Mittagessen und um halb 8 geht es ins Bett.
  • Wie lange dauert es noch, bis ein Freund zu Besuch kommt?

Zu Hause und gerade bei Kindern, die noch nicht in der Schule sind, sollte das spielerische Lernen immer im Vordergrund stehen. Wie intensiv sich ein Kind mit einem Gegenstand auseinandersetzt und wie viele Fragen es dazu stellt, liegt ganz beim Kind! Aber ich kann darauf achten, wie ich auf die Fragen meines Kindes reagiere:

  • Beziehe ich mein Kind mit ein, wenn es um “Zeitfragen” geht?
  • Wähle ich eine verständliche Sprache?
  • Habe ich die Geduld, auf Rückfragen zu antworten?
Kinderuhr für Kindergarten

Ein erster Einstieg in die Welt der Zeit bietet eine Zeit-Lern-Uhr deren Zeiger mit der Hand drehbar sind, z.B. die Armbanduhren aus Holz von Spiegelburg. Sie haben ein analoges Ziffernblatt mit deutlichen Zahlen und Stunden-/Minutenzeiger, die man einstellen kann. Durch das Nachstellen von Uhrzeiten und dem Benennen der vollen Stunden (“Es ist 3 Uhr“) wird schon viel Wissen vermittelt.

Auch das gerade neu erschienene Bilderbuch von Daniela Kulut “Wie viel Uhr ist es nur?“ mit integrierter Drehuhr bietet in Reimform viele Lernmöglichkeiten zum Tagesablauf (Alter: 3 bis 6 Jahre). Dieses Buch bringt durch die klugen Reime und lustigen Bilder viel Spaß ins Lernen. Beide Münsterjungs lieben die Bücher von Daniela Kulut!

Uhr lernen mit Buch und analoger Kinderuhr
Kinderuhr für Vorschule?

Für Fünfjährige sind “Drehuhren“ oft schon wieder uninteressant. Mein Sohn, jetzt ein Vorschulkind, fragte bereits einige Male nach einer richtigen Uhr. Wer eine alte Uhr besitzt, die nicht mehr benutzt wird, kann sie seinem Kind einmal ausleihen. Bleibt das Interesse dauerhaft an einer eigenen Armbanduhr bestehen, kann man über die Anschaffung einer Kinderuhr nachdenken.

Der Markt bietet viele Möglichkeiten. Es gibt so ziemlich alles, angefangen bei der klassischen Analoguhr, über die sportliche Digitaluhr, bis hin zur Smartwatch für Kinder. Geworben wird mit “Zeit-Lern-Uhren”, die über ein besonderes Ziffernblatt verfügen, welches das Ablesen erleichtern soll.

Analoge Kinderuhr

Das Ziffernblatt einer Analoguhr sollte nicht überfrachtet sein und die Uhr insgesamt eine gewisse Qualität aufweisen. Wäre ja schade, wenn die Uhr nach drei Tagen Benutzung schon kaputt ist, oder man sie ständig neu einstellen muss, weil sie nicht genau geht.

Stunden- und Minutenzeiger sollten gut unterscheidbar sein, wenn ein Sekundenzeiger vorhanden ist, habe ich auch eine Stoppuhr! Das Ziffernblatt sollte die Stundenzahlen deutlich lesbar anzeigen, Sekunden/Minuten sollten mit Strichen markiert sein.

Hersteller wie Reflex oder Timex bieten zahlreiche schöne und bezahlbare Modelle an. Einige Analoguhren zeigen die Zeiten im 24-Stunden-System an. Das ist für Vorschul-Kinder etwas früh und könnte sie überfordern.

Digitale Kinderuhr

Digitaluhren werden sicherlich für Grundschulkinder ab der zweiten Klasse interessant. Es ist von Vorteil, wenn das Ablesen der analogen Uhr dann schon beherrscht wird. Wir sagen umgangssprachlich schließlich “Es ist viertel nach Neun” und nicht “Es ist neun Uhr fünfzehn”. In der Grundschule lernen die Kinder das Lesen, welches Ihnen dann erst den Zugang und das Verständnis für die weiteren Funktionen ermöglicht.

Bleiben noch die Smartwatches für Kinder, die immer mehr den Markt erobern. Das Eintrittsalter wird schon mit fünf Jahren angegeben! Ich schaute mir kürzlich die Kidizoom von VTech an.

Mein Eindruck war, dass die Zeitanzeige hier sehr in den Hintergrund rückt. Dabei wird mit einer Uhr-Lern-Funktion geworben! In erster Linie geht es hier aber um Videospiele und Multimedia-Funktionen. Das macht die Verwendung in Kindergarten und Schule problematisch. Nicht ohne Grund gibt VTech bei Amazon an, dass die Kidizoom nur für den Hausgebrauch bestimmt ist. Man sollte auf jeden Fall mit seinem Kind besprechen, dass es nicht erlaubt ist, ungefragt Ton- oder Bildaufnahmen von anderen Personen anzufertigen.

Ob mit oder ohne eigene Armbanduhr: Es gibt viele Möglichkeiten, das Uhrenlernen seines Kindes auf dem Weg in die Schule (und auch weiter) zu unterstützen!

2 Kommentare

  1. Dani86 sagt

    Die Uhrzeit zu lernen, ist für Kinder nicht immer einfach. Viele tun sich schwer und bringen die Zeiten durcheinander. Auch, wenn vieles mittlerweile digital ist, eignen sich analoge Kinderuhren wahrscheinlich besser, um die Zeiten zu lernen. Klar, mit dem Zeiger ist es ein bisschen schwerer als mit den Zahlen – aber die muss das Kinder ja auch erstmal lernen bei digitalen Kinderuhren. Es geht ja nicht nur um die exakten Uhrzeiten, sondern auch um Formulierungen wie „Viertel nach“, „halb acht“ oder „Dreiviertel neun“. Um das zu lernen sind analoge Kinderuhren besser geeignet…

  2. Kathrin sagt

    Uns zieht es eher in die digitale Ecke. Klar, ein Buch mit drehbarer Uhr und eine (allerdings kaputte) analoge Uhr zum Spielen gab’s bei uns auch.
    Aber dadurch, dass unsere 4-Jährige die Zahlen schon kann und ich beim Stillen keinen Blick auf die Uhr habe, schicke ich sie manchmal in die Küche zum Uhr lesen. Und die ist eben digital.
    Das mit 17:30 und halb sechs, stimmt aber schon. Meistens sag ich dann bewusst beide Varianten um sie gedanklich miteinander zu verknüpfen.
    Aber danke für die Einblicke in die verschiedenen Möglichkeinten.
    Lieben Gruß
    Kathrin

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