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Inspirationen vom Brigitte Job Symposium

Eine spontane Reise. Völlig unerwartet und unvorbereitet. Eine Reise nach Berlin hat mich beeindruckt und in mir viel los getreten. Ich bin dankbar für diese Inspirationen und genauso geht es den anderen Frauen, die ich dort kennen lernte. Aus diesem Grund möchte ich mit Euch meine Gedanken teilen.

Inspiration von Janina Kugel auf dem Brigitte Symposium-muenstermama

Dies hat im Publikum einige Lacher ausgelöst, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Frau Kugel hat damit aber einen sehr wichtigen Punkt angesprochen:

Wir tun zu wenig und zögern zu viel!

Frauen neigen dazu, vor jeder Entscheidung das Pro und Contra abzuwägen. Das ist im Grunde auch gut und eine eingebaute Schutzfunktion. Kritisch wird es, wenn man das reflektierte Entscheiden nicht erreicht, weil man aus der Reflektion nicht mehr herausfindet.

Wenn man auf dem Weg zur Entscheidung vor lauter Zerdenken den Antrieb oder Mut verliert, dann haben die Zweifel und Ängste gesiegt und das Handeln findet nicht mehr statt. Andere würden sagen: Einfach machen oder just do it!

Inspirationen von Frauen für Alle

Janina Kugel spricht damit aber auch einen weiteren Punkt an, der viele Frauen vom Machen abhält:

Die Angst eine Entscheidung zu treffen, die nachhaltig und negativ das Leben/die Karriere/die Familie beeinflusst. Wir müssen uns bewusst machen: Entscheidungen lassen sich rückgängig machen. Und davon geht die Welt nicht unter!

Wenn Entscheidungen zu vermeintlich negativem Ausgang geführt haben, wie zum Beispiel ein frustrierender Job oder einfach nur Mehr-Arbeit ohne Mehr-Lohn, dann ist das ärgerlich. Keine Frage. Nur lernen wir aus solchen Irrwegen viel mehr, als wenn immer alles glatt läuft.

Die Entscheidung mit welcher Art von Mensch wir unser Leben teilen, ist maßgeblich für unser Glück!  Eine Ehe beende ich nicht einfach, doch wenn es mir nicht gut geht, kann ich viele Wege gehen, viele Schritte unternehmen, die auch mich ein Stück weiterbringen. Ich schulde niemandem mein Glück!

Dabei fällt mir direkt ein Satz ein, der ebenfalls gefallen ist und hierbei von Bedeutung sein muss:

Ich glaube, dass wir mit all diesen Hemmungen vor Entscheidungen, oft auch an dem sprichwörtlichen Blick zum Nachbarn scheitern. Die Worte Erfolg und Karriere haben nicht für jede von uns die gleiche Bedeutung und das muss man sich immer wieder bewusstmachen!

Wir müssen uns auf unserem Weg öfter die Frage stellen, ob das wirklich unser Ziel, unsere Karriere, unser Erfolg ist. Denn diese Ziele und Erfolge verändern sich auch ganz natürlich im Laufe der Zeit. Mit jedem Schritt den ich nehme, verändern sich meine Ziele.

Zitat von Julia Jäkel auf dem Brigitte Symposium

Viele der Frauen auf dem Podium haben für Außenstehende alles was sich eine Frau nur wünschen kann: Kinder, einen tollen Mann, eine beeindruckende Karriere. Doch was viele ehrlich zugeben: Sie haben zu wenig Schlaf, machen zu wenig Sport und haben immer wenig freie Zeit für Treffen mit Familie und Freunden.

Es ist alles eine Phase

Während viele von uns sich abends auf dem Sofa an den Mann kuscheln und fernsehen, arbeiten andere Frauen. Diese Entscheidung für die Arbeit und gegen die Freizeit auf dem Sofa trifft man täglich.

Ich kenne einige Frauen, deren persönliche Priorität ist, aktuell so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen. Sie opfern dafür vielleicht ihre geliebte Arbeit oder ihren Sport. Auch diese Frauen haben die Entscheidung für den Moment, für die aktuelle Lebensphase getroffen und sind damit glücklich.

Sie haben gelernt, was in diesem Satz von Frau Jäkel so klar wird: Für unser Glück kommt es nicht darauf an, für welchen Weg wir uns entscheiden. Es ist viel wichtiger diese Entscheidungen bewusst und reflektiert zu treffen und sich je nach Lebensphase klar darüber zu sein, welche Prioritäten man jetzt verfolgt.

Das Aber in meinem Kopf

Es gibt viele Situationen in denen Frau das Gefühl hat, gar keine Wahl zu haben. Gar nicht selbst entscheiden zu können, welcher Weg für sie der Beste ist. Das löst viel Frustration aus.

Und noch viel schlimmer: Viele von uns sind überzeugt davon, zum Wohle der Kinder auf das eigene Glück verzichten zu müssen. Ich glaube, da kommt auch oft das von Frau Kugel erwähnte Zitat von G. B. Shaw zum Tragen: „Freiheit bedeutet Verantwortung. Das ist der Grund, weshalb sich die meisten Menschen vor ihr fürchten.“

Janina Kugel über Digitalisierung

Durch Online-Lernplattformen können wir uns am heimischen Rechner, nachdem die Kinder ins Bett gebracht wurden, weiterbilden. Viele neue digitale Berufe sind in den letzten Jahren entstanden, die sich zeitlich und örtlich ungebunden ausführen lassen.

Stichwort: Home Office

Auch viele klassische Berufsbilder können jetzt zu einem Großteil im Home-Office erledigt werden. Dies sind alles Freiheiten, die aber eine große Verantwortung mit sich bringen. Ich muss nicht mehr nur einfache Wege gehen. Oft kann ich gar keine geraden Wege mehr sehen!

Diese geraden Wege nehmen mir ein großes Stück Verantwortungs-Last ab. Ich kann mich wunderbar in der Trauer über die Abhängigkeit von meinem Mann suhlen, aber dann lasse ich all diese neuen Möglichkeiten ungenutzt. Ich habe jetzt die Freiheit, selbst zu entscheiden ob und wie lange ich nach einer Geburt zuhause bleibe. Die Gesellschaft bietet mir alle Möglichkeiten. Ich habe die Freiheit mit 40 noch mal neu zu studieren und ich kann mich auch mit 80 noch gegen meinen Mann und für eine Affäre entscheiden!

Was die Nachbarn wohl darüber denken? Wen juckt’s!

Als Alternative zum Beruf gibt es nicht mehr nur das strikte Hausfrauendasein. Es gibt viele Shades of Work! Ich muss mich entscheiden, ich muss Initiative zeigen und ich muss mich und vielleicht auch andere Familienmitglieder motivieren und disziplinieren.

Wenn wir mit all diesen Freiheiten anfangen, vielleicht sogar die ganze Familie zu ernähren, dann haben wir mehr gewagt als es für unsere Mütter jemals möglich war. Dann haben wir alle Wunder des Fortschritts für uns genutzt.

Halte deinen Geist flexibel

Natürlich muss nicht jede Frau ein Unternehmen gründen oder zum Hauptverdiener werden. Nicht jede Frau ist unzufrieden mit ihrer aktuellen Situation oder muss Grundlegendes verändern. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es uns allen gut tut regelmäßig über diese Punkte zu reden und nachzudenken. Diese Themen bringen uns auch als Frauen näher zusammen und ermöglichen uns gemeinsam stärker zu werden!

Zum Schluss möchte ich euch noch einen der Sponsoren des #BriSymp vorstellen. Ganz ohne Kooperation, einfach, weil es so gut hierher passt:

Elterngarten bietet für Eltern in Elternzeit die Möglichkeit über neue Wege und Ziele in Gruppencoachings nachzudenken.

Du musst keine separate Betreuung organisieren, dein Baby ist die ganze Zeit bei dir und dennoch kannst du sehr interessante Coaching-Angebote wahrnehmen.

Ich finde dieses Angebot unglaublich bereichernd für Eltern in dieser Lebensphase. Sehr viele Menschen aus meinem Umfeld (mich eingeschlossen!) haben sich in der Elternzeit beruflich völlig neu aufgestellt. Aus diesem Grund, möchte ich euch das Projekt auch ans Herz legen. Besucht die Internetseite, lasst euch beraten und denkt dabei immer an Judith Williams Worte:

Judith Williams auf dem Brigitte SymposiumIch habe so viel aus diesem Tag in Berlin mitgenommen, dass es trotz des viel zu langen Beitrags nicht in Worte zu fassen ist. Aktuell möchte ich mich beruflich nicht verändern, dennoch arbeitet dieser Input in mir, ähnlich wie zum Ende der letzten Elternzeit.

Wie ist es mit euch? Seid ihr innerlich/beruflich im Umbruch?

Vielen Dank Carola und Denise (Danke für die Fahrt und überhaupt!), ohne Euch wäre ich jetzt weniger inspiriert.

Kategorie: Mamas Stories

von

Leila schreibt als Münstermama seit 2014 über Familie, Food und Reisen. Als Gründerin des Münsteraner Bloggernetzwerks MünsterBLOGS vermittelt sie Kooperationen und organisiert regelmäßig Bloggerevents.

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